Thema: Tuning

Brabus und Vernunft? Passt nicht!

IMG_0011Lassen wir einmal Zahlen sprechen, denn das ist die einzige Möglichkeit den Brabus E V12 vorzustellen. Worte genügen da einfach nicht ...

Also: Der E V12 schafft es mit seinen 640 PS und dem 6,3-Liter Zwölfzylinder-Biturbo in 4,5 Sekunden von 0 auf 100. Bei 350,2 km/h Spitze ist Schluss. Kaufbar wird die getunte E-Klasse mit 298.000 Euro in der Tasche.

Um es kurz zu machen: Die Brabus E-Klasse ist die schnellste Limousine der Welt. Schneller kann man so bequem nicht von einem Termin zum anderen hechten.

Muss man sonst noch was wissen über dieses Auto? Eigentlich nicht, außer vielleicht, dass es eines der unnötigsten auf der IAA ist. Aber wer will hier schon mit Vernunft argumentieren? ;-)

IMG_0014Der wirkliche Anziehungspunkt beim Bottroper Veredeler allerdings ist die "Brabus Rocket". Die hochgezüchtete CLS-Modell kann natürlich von außen kaum noch aufgewertet werden, ist doch die Serienversion bereits bezaubernd.
Also macht Brabus aus dem CLS einfach das "schnellste viertürige Coupé der Welt". Warum auch nicht? ...

Auch ein paar Zahlen? Klar: 6,3 Liter Zwölfzylinder-Biturbomotor mit 730 PS. Der schafft es in 4 Sekunden von 0 auf 100, bei 350 ist - abgeriegelt - Schluss.

Habe ich da gerade irgendwen etwas von "Vernunft" murmeln hören? Nein? Gut!

Mehr Power!

Der hochgetunte smart von ArcastingBeim Gang durch die heiligen Tunerhallen (Halle 1) entgleisen einem ab und an dann doch die Gesichtszüge.
Nicht nur aufgrund solcher Wagen wie dem Tuning-Monster von Arcasting. An dem sieht man exemplarisch was böse Tuner mit einem armen kleinen Schwaben so anstellen können. Ich weiß allerdings trotz kurzem Plausch noch nicht wirklich was die Italiener beweisen wollen. Das man ein schnuckeliges Auto zu einem genmutierten Monster machen kann? Geschafft!
Der andere Kinnladen-Faktor: Schwarz. Glänzendes Schwarz. Wer meint schwarz könne kein Licht reflektieren sollte Halle 1.2 betreten. So hell kann schwarz sein.

Getunter LamborghiniBeim Gang durch die Hallen der Tuner begegnen einem Superlative aller drei Meter. Felgen in der Größe eines Kindes im Kindergartenalter, dicke Lufteinlässe, extrem viel Chrom und Autos die ab und an breiter sind als die normierte deutsche Parkzelle.

Am beeindruckensten allerdings sind Heckflügel auf Lamborghini und Co. Beim Anblick der Dinger stelle ich mir unwillkürliche einige Fragen: Kann eine Cessna damit abheben? Wie viel kürzer kann man auf Strassen stehende Passanten damit machen? Und bekommt man dafür wirklich eine Verkehrserlaubnis?

Der Touareg von JeDesign
Der Touareg, nachdem ihn die Jungs von Je Design in die Finger bekommen haben

Schwarz-gelber Porschekiller?

Lass uns tanzen!
Schnitzer BMWAC Schnitzer präsentiert auf der IAA einen aufpolierten BMW M6: Den "Tension".

Weil ein Tuner nun natürlich auch an die obere Leistungsklasse eines Motorenbauers noch Hand anlegen muss züchtet man den BMW in Aachen noch etwas und kitzelt zum Schluss sagenhafte 552 PS heraus, die den Fahrer in 4,5 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h beschleunigen. Erst bei 325 km ist die Tachonadel am Ende der möglichen Anzeige angekommen.

Schnitzer BMWDazu gibt es eine neue Bremsanlage, 20 Zoll Felgen, ein verstellbares Rennsportfahrwerk und 30 mm weniger Bodenfreiheit.

Atemberaubend schick ist dazu diese Lackierung, die ich gern in Serie sehen würde. Mit derlei Lackkleidern können nicht genug Autos auf deutschen Straßen unterwegs sein.

Wer jetzt seinen Kaffee mit dem Tagtraum schlürft, mit dem Schnitzer Tension über weitläufige Strassen zu donnern, den muss ich leider wieder etwas wach machen: Der TENSION ist ein Prototyp der rund 260.000 Euro kostet. Und für den Preis planen die Tuner von Schnitzer keine Serienproduktion des gelben Bayern.

KW verleiht Flügel

KW Mercedes SLK mit FlügeltürenOhne Tuning kommt - trotz eigener Tuner-Messe am Bodensee - auch IAA nun nicht aus, schliesslich gehört Tuning nun einmal zum Auto wie Mädels zur E3.
Und spätestens seit MTV mit "Pimp my Ride" Autos aufmöbelt ist Tuning auch beim Volk angekommen und 'in'. Nun bedeutet 'Tuning' nicht unbedingt das verbauen von Kronleuchtern, Aquarien oder zahlloser LCD-Monitore und Playstations. Tuning kann auch das durchaus ansprechende 'aufwerten' des Automobilen Kleides sein. Egal ob durch unbedingt benötigte Flügeltüren oder gesteifte, heruntergelassene Fahrwerke.

Einer ist in der Tuning-Welt vor allem für letztere beiden Arbeiten am automobilen Familienmitglied bekannt: KW. Mit dem von KW angebotenen LSD-Türen kann im Grunde genommen jedes neuere Auto fliegen ... Verzeihung, mit Flügeln - genauer Flügeltüren - ausgestattet werden.

Auf der IAA stellt KW nun einen Mercedes SLK mit dergleichen - also Flügeltüren - aus. Und das gemeinsam mit gleich sieben anderen Tuner-Spezialisten, die sich zusammen am Stand des Tuner-Verband VDAT präsentieren.

 

Über das Blog

gigold Thomas Gigold liebt Autos und bloggt hier - wie schon 2005 - direkt von der IAA über die neusten Trends, Modelle und Überraschungen.

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