Thema: Neuvorstellungen

Sternschiff

R-KlasseEigentlich ist es kaum möglich einen Autohersteller wie Mercedes mehr als eine Woche lang die wir auf der IAA verbracht haben zu verschweigen. Aber hey, wir haben es geschafft. Soll aber nicht bedeuten, dass es nichts erwähnenswertes gab. Gab es. Über S-Klasse und Hybrid-Konzepte hatte ich mich bereits ausführlich ausgelassen.
Und die neue R-Klasse? Höre ich erstaunt Jemanden "Neu?" fragen?
Ja, denn eigentlich kann man die R-Klasse der IAA nicht mit der vergleichen, welche die Schwaben in den USA verkaufen. Die Mischung aus SUV, Van, Kombi und Luxusliner sieht der US-Version zwar sehr gleich, ist aber ein paar Zentimeter kürzer. Trotzdem schafft es der Schwabe auf 4,92 Meter Länge. Wem das nicht reicht, der kann beim Händler auch nachfragen und die US-Variante bestellen, die bis 30 Zentimeter länger ist ...

Warum man sowas wie die mit 306 PS ausgestattete R-Klasse braucht? Weil es sonst kaum einen anderes Auto gibt mit dem man so geräumig in 7 Sekunden von 0 auf 100 beschleunigen und dabei geschmeidige 13,3 Liter durch den Motor strudeln lassen kann.

Z4 Coupé on the road

Glaubt man dem Publikum hier - also Ihnen werter Leser und Suchender - ist das Z4 Coupé von BMW das Auto mit dem höchsten Anziehungspotential der IAA. BMW ist wirklich ein Coup mit dem Coupé gelungen (woah, 5 Euro in die Wortspielkasse!).

Nachdem in den ersten Tagen der IAA immer wieder darauf hingewiesen wurde, es sei "nur" ein Konzept welches man hier präsentierte, wurde die Front bei BMW dann im Verlauf der IAA weich und irgendwann gab man dann auch während der Präsentationen bekannt: "Ja, wir bauen das Z4 Coupé".
Jubel hat das zwar nie ausgelöst, aber trotzdem kann man das schicke Coupé durchaus als Bereicherung des Strassenvekehrs ansehen; damit das Auge auch mal erfreulichere Formen als dauernd nur VW Fox und Mazda MX-5 sieht ...

Noch während die IAA fröhlich in Frankfurt zelebriert wurde tauchten die ersten Spy Shots in einigen Foren auf, die einen Ausblick auf die Serienversion gaben. Die testet BMW nämlich bereits ausführlich.

Spy Shot des BMW Z4 Coupé
Jetzt war das Z4 Coupé auf dem Nürburgring unterwegs. Und wie das immer so ist: Wo Autos getestet werden testen Andere auch Ihre Kameras ;-)

Allgäuer Luft schnuppern

IMG_0021Wo wir schon einmal im Allgäu sind, bleiben wir doch einfach gleich da und genießen noch ein wenig die frische Bergluft. Beispielsweise die, die ABT in seinen Passat Variant holt.
Der schafft es dank 170 PS in gemütlichen 9,1 Sekunden von 0 auf 100. Will man mehr als Familienvater?
Eigentlich schon. Aber dafür haben die Allgäuer dann ja auch noch den aufgedrehten Touareg. Der schafft den Angebersprint dank 4,2 Liter V8 mit 470 PS in 5,9 Sekunden. Da kann Papa dem Sohnemann schon einmal stolz beibringen: "Die Ampel gehört mir!"

Asiatische Zurückhaltung

IMG_0007"Nein" sagt die nett lächelnde Dame zu mir.
Ok, also nicht. Nur: Warum? Angst? Das ich ebenso vergnügt und angeregt mit dem neben mir sitzenden Fremden über die Produktionsmängel des Geely diskutiere, wie ich das eben am Stand von Brilliance getan habe?

IMG_0017Dann eben nicht. In den Geely darf ich nicht. Aber irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass der auch nicht besser verarbeitet ist als sein Vetter Zhonghua nebenan.
Da habe ich mich nett mit einem Herren unterhalten. Wir haben ein wenig über die Verarbeitung diskutiert. Den Verlauf der Klappe des Handschuhfaches beispielsweise, der in Richtung Fahrer immer mehr Kontakt zum Armaturenbrett verliert. Wir waren uns einig, dass dies sicherlich so nicht beabsichtigt war ...

Böser Allgäuer

Das Allgäu. Hohe Berge. Weite Wiesen. Kühe. Motorendröhnen.
Wie? Etwas passt nicht in die Reihe? Nein. Passt alles.
Sowohl ABT als auch BMW-Tuner Alpina kommen aus der ruhigsten (um nicht zu sagen langweiligsten) Gegend Deutschlands.

Alpina B6

IMG_0025Mit dem B6 Cabrio bringt Alpina nicht nur die Geißböcke zum flüchten sondern auch den Asphalt zum beben. Der Motor, der im B6 die Strasse beißt, ist der aus dem B5 und B7 bekannte 4,4-Liter-V8 mit exakt 500 PS.

Ganz brav steht er da in Halle 5. Und rotiert nur dank uneigener Mechanik um die eigene Achse. Zieht Blicke auf sich und tut so, als könne er Niemandem etwas zu Leide tun. Aber wenn man die Zügel los lässt eilt er davon ...
In 4,9 Sekunden sprintet der B6 von 0 auf 100, bis zur Höchstgeschwindigkeit von 310 km/h dauert es knapp eine Minute.

Lachnummer aus China?

Der Landwind

IMG_0019Muss man über dieses Auto noch Worte verlieren?
Eigentlich nicht. Ok, ich mach es trotzdem: Wie kommt man sich als Messedame auf dem Stand des Landwind eigentlich vor? Alle ziehen am Stand vorbei, bleiben lächelnd stehen, tuscheln (laut genug damit man immer wieder "ADAC" vernehmen kann), streicheln das Auto (Vorsicht! Nicht zu doll streicheln, nicht dass es Dellen gibt) und ziehen danach - wahlweise lachend oder kopfschüttelnd - wieder davon.
Ich habe ein wenig Mitleid mit den Damen da hinten links in Halle 4 ...

It's a Hybrid

IMG_0017Lexus präsentiert in Halle 8 unter anderem den GS 450h. Die Nobelmarke von Toyota bedient mit diesem Auto auch das Hypethema hier: Der GS 450h kommt als Hybridfahrzeug.
Aber nicht nur mit irgend einem sondern dem derzeit stärksten Hybrid der es im Moment mit Frontmotor und Hinterradantrieb in Serie auf die Strasse schafft. Der 3,5-Liter-V6 bringt es zusammen mit dem Elektroantrieb auf satte 300 PS und beschleunigt den Lexus in unter 6,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Langweiliger Schwede

Vielleicht sollte ich - vornweg einfach - ehrlich sein: Ich konnte mein Herz noch nie für Saab erwärmen. Die Schweden wirkten auf mich immer ein wenig ... nun, ja ... langweilig.
In Halle 8 zeigt man nun - Weltpremiere! Weltpremiere! - den Saab 95.

Der neue Saab

Noch immer langweilig. Oder?
Mir entzieht sich ein wenig der Charme der Norden.

Trotz hoher Verluste und schlechten Absatzzahlen ist es General Motors ja hoch anzurechnen, die Schweden nicht einfach aussterben zu lassen (nein, das Auto, nicht die Schweden als solche). Jedoch: Das neue Gesicht von Saab hebt sich nicht deutlich genug von dem bisherigen ab, um eine Liebe entfachen zu können.

IMG_0018Sportlich kommt der Saab von außen nun nicht unbedingt daher. Aber im Innenraum und unter der Motorhaube wird der Schwede plötzlich fiedel. Bis zu 260 PS bringt der 95 auf die Strasse, und das stylische Lenkgrad liegt gut genug in der Hand um in den bequemen Sitzen nicht einschlafen, sondern gut unterwegs sein zu wollen.

Vielleicht wird mir Saab ja doch noch ein wenig ... sympathischer?

Französischer Stil

Modetrends kommen aus Frankreich. Automobile Mode ebenso wie die, die man am Körper trägt. Renault und Citroen sind in den letzten Jahren mutig und scheinen was automobiles Design angeblangt den europäischen Mitbewerbern um Jahre voraus.
Das floppt zuweilen, wie der Renault Avantime, zurück zuckt man deshalb allerdings nicht.

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   Auf der IAA nun präsentiert Citroen sein Oberklassen-Modell C6.
Steht man vor dem Franzosen stockt einem der Atem ein wenig. Der C6 ist keine Limousine, es ist ein viertüriges Coupé mit riesigem Radstand.

Im Innenraum fühlt man sich wohl. Nicht zuviel Spielzeug gibt es da, die Sitze sind bequem wie man das von einem Oberklassen-Wagen erwarten kann. Ein bisschen bieder gar wirkt der C6 hinterm Lenkrad. Hier hat die Designer offenbar ein wenig der Mut verlassen. Ein Raumschiff-Cockpit wie das des Civic hat der C6 nicht. Eigentlich hatte ich ein wenig was Revolutionäreres erwartet. Das HeadUp-Display, welches Infos auf die Frontscheibe projiziert ist nett, aber hier auf der IAA in der Oberklasse auch nichts Neues.

Das Herz des C6 stellen zwei V6, ein 211 PS Benziner oder ein 2,7-Liter-HDi mit 204 PS.

Der C6 fängt mutig an. Sobald man sich ihm allerdings ein wenig nähert verläßt die Franzosen der Mut. Außen Avantgarde, Innen Biedermeier? Ob das was wird?

Zivil-Panzer für Europa

Mit dem H3 präsentiert Hummer den ersten Zivil-Panzer mit dem man jetzt auch durch europäische Großstädte kommt ohne immer die kleinen Smart und Co. wegschubsen zu müssen ...

Hummer H3

Der H3 ist noch immer deutlich ein jeglicher Vernunft widersprechendes Auto. "Babygröße" hin oder her. "Baby" - wie man ihn bei der Mutter General Motors liebevoll nennt - kann man ihn sowieso nur im Vergleich zu seinen Brüdern aus dem Hause Hummer nennen. Mit 4,72 Metern Länge und guten 1,90 Metern Höhe ist er noch immer riesig.

Hummer H3Den Fünf-Zylinder mit 220 PS bringt man zwar "nur" auf maximal 158 km/h, das macht aber nix. Auf der Autobahn will sich mit so einem Auto sowieso niemand anlegen. Blickt man in den Rückspiegel erkennt man - H3 im Rücken - nicht viel mehr als Chrom und Chrom und Chrom.

Einen Smart kann man mit den 32 Zoll großen Rädern übrigens trotz europäischem Format mit dem H3 noch immer mühelos aus dem Weg rollen. Für 39.990 Euro schafft man das auch nicht mit jedem Auto dieser Preisklasse ...

 

Über das Blog

gigold Thomas Gigold liebt Autos und bloggt hier - wie schon 2005 - direkt von der IAA über die neusten Trends, Modelle und Überraschungen.

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