Thema: Neuvorstellungen 2007

Turbo Boost, Saab!

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Vor genau 30 Jahren präsentierte ein kleiner skandinavischer Autobauer sein erstes Modell mit Turboaufladung. Und begründete damit eine Legende.
Saab wird heute gleichgesetzt mit dem 900 Turbo, der als einer der wirklichen Klassiker der Automobilgeschichte gilt.
Heute, 60 Jahre nach dem ersten Auto von Saab und 30 Jahre nach der Präsentation des ersten Firmen-Turbo, knüpft Saab mit dem TurboX an die Tradition an.

Das limitierte Sondermodell "Black Power" des Saab 9-3 fährt mit 280 PS vor, die intelligent auf alle vier Räder verteilt werden. Damit ist die Edition nicht nur ein neuer Turbo-Vertreter, sondern auch der erste Saab mit Allrad-Antrieb.
Dazu kommt ein um 10 Millimeter tiefer gelegtes Fahrwerk, dezente Spoilerung, 18"-Leichtmetallräder und die einzig erhältliche Sonder-Lackierung in "Jet Black".

Wer eines der Legenden-Enkel fahren will muss sich ranhalten. Nach Deutschland sollen lediglich 90 Exemplare des TurboX kommen. Preis: 46.000 Euro. Kommen soll der TurboX im zweiten Quartal 2008.

RaCKete auf vier Rädern

1388413016_24869c61f6_m.jpgEiner der wahrscheinlich aufmerksamkeitsstärksten Tunings der IAA hat Carlsson hier in Halle 1 gestellt. Die Saarländer mit der Vorliebe für Mercedes sind nicht nur im Bereich Tuning bekannt, sondern auch mit eigenen Rennwagen unter anderem bei den 24 Stunden vom Nürburgring dabei.
Somit lag es nah, das aktuelle Spitzen-Modell des Hauses den Namen zu geben, den jeder Rennfahrer mit Respekt ausspricht: Eau Rouge. Die Kurve in Spa Francorchamp ist eine der legendärsten Kurven und Mutproben im Motorsport.

Mut und Respekt gehören dann auch dem Mercedes Benz CK65. Der in Zusammenarbeit mit dem Lederspezialist Aigner konzipierte Mercedes leistet als V12 nach der Carlsson Leistungskur 705 PS und 1.100 Nm. Der in rot-schwarz gehaltene Geschwindigkeitsrausch endet erst - elektronisch abgeriegelt - bei 320 km/h.
Innen kommt ebenfalls nur das Beste zum Einsatz: Aigner Leder und Alcantara in Rouge - rot - bestimmen das Bild. Mögen muss man die Farbe als Fahrer des Kleinstserienwagen dann schon ... Ansonsten sollte man sich den Brabus Bullit auf dem Nachbarstand einmal anschauen. Der leistet noch ein wenig mehr - 730 PS mit 1.320 Newtonmeter. Theoretisch zumindest, denn praktisch ist der V12 auf 1.100 Nm begrenzt, hört allerdings trotzdem erst bei 360 km/h aufhören noch schneller werden zu wollen ...

Bilder vom CK65 "Eau Rouge"
Bilder vom Brabus Bullit

50° 07' 80" N 08° 40' 09" E

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Abenteurer kommen bei Land Rover auf ihre Kosten.
Der englische Geländejäger mit derzeit noch US-Mutter Ford stellt auf der IAA alle Modelle plus den neuen Freelander vor.
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Das Diesel-Modell neuen Stall-Bullen kommt als erster Land Rover mit einer Start-Stopp-Automatik daher und drückt den Verbrauch damit auf 6,8 Liter pro 100 km. Das macht Geländefahren auch ohne schlechtes Umweltgewissen möglich, auch wenn der Freelander mit 179 Gramm CO2 pro Kilometer noch ein wenig über der angestrebten Linie von 140 liegt ...

Ansonsten hat sich sowohl beim Freelander als auch im Range Rover vor allem innen so einiges geändert. Komfortabler und mit mehr Ausstattung sind die beiden Geländegänger zukünftig erhältlich. Schließlich will man bequem und mit Stil über Berg und Tal ... Sicherlich aber eher ein Zugeständnis in Richtung der sich ausbreitenden SUV-Welle.

Mehr Bilder bei flickr

Jemand, der mit Dir Rennen fährt

Michael Bernd Schmidt hat heute den BioConcept Mustang auf der IAA präsentiert und stand für Fragen rund um das Fahrzeug zur Verfügung.
Michael Bern Schmidt ist eine angenehme Person. Eine, deren Managerin empfiehlt ihn mit "Sie" anzusprechen, er wechsele allerdings sofort und ohne Rückfrage zum "Du", was man dann übernehmen könne.
Michael Bernd Schmidt kann programmieren, Songs schreiben, singen, fliegen ... Und Rennen fahren.

All das macht der gebürtige Offenbacher, mit Stuttgart-Vergangenheit und Hamburger Ausweis mit Spaß, Elan und Zielstrebigkeit.
All das macht er auch unter dem Namen, unter man man ihn wahrscheinlich besser kennt: Smudo.
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Der eine von vier Fantastischen stand heute mit ein paar anderen Jungs auf der Bühne - denen vom Rennsport-Team FourMotors nämlich - und erklärte dem Publikum - und mit viel Ausdauer auch diversen Fernsehsendern - das Konzept hinter dem "BioConcept Mustang". Sauberen Rennsport nämlich.
Daneben gab der Mann Fans gern Autogramme und lies sich mit Jungs und Mädels jeden Alters fotografien; oder fotografierte selbst. Nach all den Jahren kenne er schließlich jede Kleinbildkamera auswendig ... (schob er die Bedenken eines fotografier-willigen Fans zur Seite)

(Ein Video der Vorstellung gibt es auch, ich musste mich standhaft gegen einen Herrn mit dicker Kamera vom ZDF und eine drängelnde, aber nette Zeitungsfotografin wehren. Und Bilder von Smudo, Fans und dem BioConcept gibt es bei flickr.)

Übrigens: Morgen kommen Nick Heidfeld und Mario Theissen auf die IAA. Natürlich zu BMW. Nick wird eine Runde im M3-Simulator drehen und dann von 11:20 Uhr bis 16:00 aller zwei Stunden ein paar Fragen auf der Bühne beantworten und Autogramme geben ...

Rein in die Kartoffeln

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... heißt es endlich für den neuen Volkswagen Tiguan.
Das Volkswagen-Modell mit der langen Ankündigungszeit - bevor man überhaupt etwas automobiles sah wurde bereits vor zwei Jahren recht öffentlichkeitswirksam darüber diskutiert, wo man den neuen "Kompakt-SUV" bauen will und wie er genannt werden solle - kommt endlich zum Händler.

Nach zwei Jahren voller Diskussionen, Designausblicke und Namensbestimmungswettbewerben wird es Zeit für einen echten Volks-SUV. Einen, den man auch mit modifizierter Frontschürze kaufen kann, damit er wirklich für die Kartoffelernte herhalten kann ...Damit ist der Tiguanx wahrscheinlich sogar eher ein "Casual Off-Road Vehicle" (COV) oder ein "SOV" (Smart Off-Road Vehicle) ...

Der Tiguan ist größer als ein Golf, kleiner als ein Touareg und basiert auf Golf und Passat. Das Kompakt-SUV wird ein Novemberkind, welches mit einem 1.4 TSI und einem 2.0-Liter Diesel an den Start gehen wird.
Für die serienmäßige Off-Road-Taste, sechs Airbags und die Entscheidung pro oder contra "Track and Field"-Look muss der Tiguan-Käufer mindestens 26.700 Euro investieren. Kartoffellese war schon günstiger ...

Richtige Bilder vom Tiguan gibt es in diesem flickr-Set.

Focus on

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Nachdem Ford bereits im Juli der US-Ausgabe seines Golf-Konkurent Focus ein neues Gesicht gab, nutzte man hier in Europa die IAA, um der europäischen Ausgabe des Bestseller ein Facelift zu verpassen.

In Europa unterwirft man den Focus dem neuen kinetischen Design der Ford-Familie und setzt so konsequent auf eine Designlinie. In den USA hingegen zog man die Konsequenz aus dem Umstand, dass der Focus bisher dort zwar dem europäischen Exemplar zum verwechseln ähnlich sah, sich von ihm aber in technischer Hinsicht absolut unterschied. Statt also auf jedes verkaufte Exemplar des US-Focus Geld draufzulegen entschied man sich, den neuen Focus komplett neu zu zeichnen und damit vielleicht wieder in die Gewinnzone zurück zu kommen.

In Europa dürfen wir uns darüber freuen, den schickeren der beiden Focus zu bekommen. Das neue Gesicht steht im gut, innen hat sich einiges zum positiven hin verändert und die LED-Rückleuchten heben ihn aus der Masse der Mittelklassewagen hervor. Von hinten zumindest.
Dazu kommt ein neu ins Motorenprogramm aufgenommener 109 PS starker Diesel. Der ist - wie die bisherigen Motoren nun auch - verbrauchsoptimiert und will gerade einmal 4,3 Liter auf 100 km. Damit senkt er den CO2-Wert des Focus auf 115 Gramm pro Kilometer.
Ab November steht der neue Kleine dann beim Händler.
Probesitzen kann man auf der IAA leider noch nicht, hier stehen derzeit noch die aktuellen Focus-Exemplare.

Hrzrasn (Video: BMW 1er Coupé)

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Es gibt Autos, die sind für die reale Welt gemacht. Die entfalten ihren wahren Charme nicht unbedingt auf Fotos, sondern vor allem dann, wenn man vor ihnen steht. Sie atmen, haben Seele, Geschichte und Persönlichkeit.
So ein Auto ist das 1er Coupé.
Der einzig wahre, legitime Nachfolger des BMW 2002 erlebt 30 Jahre nach dem Ende der 02er-Reihe auf der IAA seine "Wltprmre". Und bei der gibt es keinen Zweifel über die Abstammung: Das kleineste unter den BMW Coupés nämlich gibt es nur sportlich. Die niedrigste Motorisierung fängt beim 120d mit 177 PS an, wer mehr will bekommt bis zu 306 PS im 135i. Wie anders soll Adrnlnes Fahrvergnügen aussehen?

Über das neue 1er Coupé hat das Team von BMW-web.tv mit Falko Radomski - Produktmanager der 1er-Reihe bei BMW - gesprochen:

Mehr verdichtete Worte aus der BMW-Bühnenshow gibt es bei flickr

MINI ganz groß: Das Design

Ja, auch bei MINI hat man einen Chef-Designer. Wenn man vielleicht auch denken mag, der Mini zeichnet sich selbst ...
Der Chef der MINI Design-Abteilung, Gert Hildebrand spricht im folgenden Video über das Design des MINI Clubman, den man als Studie vor genau zwei Jahren hier in Frankfurt bewundern und heute als Serienfahrzeug anfassen darf:


Mehr MINI-Stuff übrigens gibt es drüben im fabulösen VlogByMINI ;-)

Papas Lebenssinnstifter

Was macht Mann, wenn man die drei großen wichtigen Lebensabschnitte eines Mannes gleichzeitig erreicht: Geld haben, Papa werden und Midlife-Crisis?
Man stapft zum Audi-Händler. Und kauft sich den RS6 Avant.

rs6.jpgAls Weltpremiere präsentiert Audi auf der IAA sein Top-Modell des A6 aus. Der in weiß gekleidete Avant ist groß, tief und verflucht schnell. Und ein verdammter CO2-Ignorant. Wer umweltschonend fahren will sollte sich vielleicht etwas anderes als den 5,2 Liter Bi-Turbo V10 mit 580 PS anlachen.
Wenn der Kleine mal hinten im Sitz nicht richtig sitzen will oder zu sehr herumzappelt - Väter wissen, wovon ich schreibe - reicht ein Tipp aufs Gaspedal: In 4,6 Sekunden beschleunigt der Riese seine vier Räder aus dem Stand auf 100 km/h und stoppt erst - eingebremst - wenn die Nadel auf der Zahl 250 steht.
Möglich macht das die hohe PS-Zahl. Dank der nämlich hat der RS6 sogar eine bessere Gewicht-/PS-Verteilung als der Artega GT: Trotz 2.025 Kilogramm Leergewicht muss jedes PS des RS6 Avant gerade einmal 3,5 Kilo bewegen.

Die Frage ist nun: Warum baut man sowas?
Antwort: Weil man es kann!
Denn eine wirkliche Daseinsberechtigung hat der RS6 Avant sicherlich nicht.
Es sei denn, alle drei großen Lebensabschnitte eines Mannes kommen gleichzeitig zusammen ...

GT mit Herz

Artega. Klingt neu?
Ist es auch.
Hinter dem Namen steckt eine neue Automobil-Marke, die als kleine Manufaktur ähnlich wie Gumpert in Altenburg einen rasigen Sportwagen in Handarbeit bauen wollen.
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Bereits nächstes Jahr will Artega seinen "GT" im ostwestfälischen Delbrück bauen und hat die Jahresproduktion 2008 bereits jetzt fast komplett verkauft.
Das Rezept dafür: Fünf Sekunden von 0 auf 100, 300 PS, 270 km/h Spitze und höchstens 500 Autos pro Jahr. Im ersten Jahr ein paar weniger: 170 Exemplare sollen nächstes Jahr vom Band laufen. Schließlich wird derzeit noch an der Produktionshalle gebaut.

Hinter Artega steht niemand ohne Erfahrung: Die Mutter-Gesellschaft Paragon ist Auto-Zulieferer und entwickelt Klima-, Anzeige- oder Bedienelemente. Und die will mit dem Artega keinen exklusiven Exoten für Millionäre machen: Rund 74.000 Euro soll der Artega GT kosten. Noch immer ordentlich Geld, im Vergleich mit dem Apollo von Gumpert jedoch eher ein Schnäppchen.

Angetrieben wird der Artega von einem VW-Motor. Allerdings von einem ganz Besonderen: Dem 3,6 Liter großen FSI-Motor aus dem Passat R36. Das Aggregat hat Power und ergibt im Artega rechnerisch eine Wert von 3,6 Kilogramm pro PS.
Denn die aus Kohlefaser gefertigte Karosserie kommt mit dem Aluminium-Unterbau auf lediglich 1100 Kilo Gewicht. Und das trotz feinster Technik im Bereich Anzeige und Klima - schließlich will Paragon mit dem Artega auch zeigen, was heute im Innenbereich bereits möglich ist.
Auch dieses unterscheidet den Super-Sportler Apollo vom Artega - der Apollo will sporadisches Sportmobil sein, der Artega ein "GT für den Alltag".


 

Über das Blog

gigold Thomas Gigold liebt Autos und bloggt hier - wie schon 2005 - direkt von der IAA über die neusten Trends, Modelle und Überraschungen.

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