Dodge: Ein amerikanisch-deutsches Kind

Dodge CaliberEin neues Kapitel in der Firmengeschichte des 'Monstermaschinen - Bauers' Dodge tut sich auf. Mit der IAA schreibt man das Vorwort, in der Hoffnung das Buch wird ein Bestseller.
Dodge kommt nach Deutschland.
Nicht nur auf die IAA sondern bald dann auch zu den Chrysler- und Jeep-Händlern um die Ecke.

Allerdings gibt es gleich zu Beginn der neuen Laison Deutschland und Dodge einen Dämpfer für alle Dodge-Schwärmer: Hierzulande wird Dodge eine komplett neue Fahrzeuglinie auflegen. Riesige US-Amerikanische Pick-Ups mit zehn eingebautem Benzin-Strudel und mächtigen RAM-Schriftzügen verkaufen sich in "Old Europe" eben nicht. Klein scheint hierzulande fein. Aber mal ehrlich: Wo soll man auch einen fünfeinhalb Meter langen Dodge mit 24-Zoll-Felgen parken? Erst Recht in Frankfurt?

Also schafft man extra für uns etwas wie eine amerikanische Interpretation eines europäischen Autos. Dodge, das man hier eigentlich nur aufgrund seines über 500 PS starken Supersportler Viper kennt, will sich als günstiger Autobauer etablieren. Weg mit dem Teuer-Image von Viper, von der man seit Ende 2003 hierzulande nur eine handvoll Exemplare verkauft hat.
Nur: Nichts anders machen asiatische Marken wie Hyundai auch. Und das mit ungeheurem Finanzaufwand im Marketing-Bereich. Da muss sich zeigen, ob eine gut verbreitete Markenmutter wie DaimlerChrysler behilflich sein kann.
Unter den drei Chrysler-Marken soll Dodge die Vorhut für Chrysler und Mercedes sein und den Kunden zu DaimlerChrysler holen. "Einstiegsmodell" also. Einsteigen und dann zu einer der teueren Marken des DaimlerChrysler Konzern aufsteigen. Ähnlich funktioniert das ja bereits in den Karrierelaufbahn des transatlantischen Autokonzerns.

Dodge muss letztlich seinen Joker ausspielen: Wenn es schon nicht massig Motorenkraft beim auf Benzinverbrauch achtenden Deutschen sein darf, muss man emotional werden. Emotion ist - das hört man hier vielfach auf der IAA - das letzte Mittel eines Autobauers im technisch immer gleicher werdenden Markt. Das ist Dodges Chance. Bullige Amerikaner mit europäischem Herz.

Und da sind die beiden auf der IAA vorgestellten Modelle Caliber und Nitro ganz weit vorn. Ganz Dodge. Nitro und Caliber (Bild oben) atmen US-Style. Der Nitro sogar noch etwas mehr als der Caliber.

Ob der "amerikanische Europäer" Kunden finden wird, bleibt abzuwarten. Ein Prozent Marktanteil strebe man an. Das ist nicht viel. Aber auch nicht wenig. Und einige tausend Modelle wollen so oder so ersteinmal verkauft werden.

Ein Dritter Dodge soll bald zur kleinen europäischen Familie stoßen. Dann hat man direkt Auswahl: Vier kräftige Benziner und ein starker Diesel will Dodge gleich von Anfang an zur Auswahl stellen, eine Motorenpalette die Schwester Chrysler zum Start seines gekrönten Königs 300C nicht vorweisen konnte.

Dodge RAM

Und: Wer einen Dodge 1500 RAM in seinen beeindruckenden Ausmaßen live sehen will sollte nicht zu Dodge gehen. Dort wird man den Ami nicht finden. In Halle 1.2 bei Startech wird man als Fan der beeindruckenden Pick Up eher fündig.
Die Jungs aus Bottrop tunen den Hünen nicht nur, sondern importieren ihn auch als Neuwagen nach Deutschland.
Wer also Spaß an 5,7 Liter starken V8-Hemi-Motoren mit 345 PS in einem bald schon unübersichtlich großen Gefährt hat, weiß jetzt wo er anrufen muss ...

 

Über das Blog

gigold Thomas Gigold liebt Autos und bloggt hier - wie schon 2005 - direkt von der IAA über die neusten Trends, Modelle und Überraschungen.

Aktuelle Kommentare

Der aktuelle Ford Focus...
Der aktuelle Ford Focus sowie die gesamte kinetic Design...
Ford Focus (anonym) - 28. Sep, 03:04
guter Geschmack
Also auf jeden Fall hast Du mit den anvisierten Läden...
neuwagenrabatte (anonym) - 11. Sep, 03:40
Good bye!
Na vielleicht sehen wir uns wieder zur nächsten...
Neuwagen (anonym) - 20. Aug, 02:55

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